METHODEN

Kampfkunst in der Ergotherapie

Das höchste Ziel der Kampfkünste ist der Weg des Individuums und seiner persönlichen Entwicklung. Dazu gehört die meisterhafte Beherrschung der Techniken und die Demut gegenüber den eigenen Fähigkeiten.  

 

Kampfkünste bieten einen Raum um lebendig zu werden, fördern die Verspieltheit, die Kreativität und das Experimentieren, die Freude, Wildheit, Spannung und Entspannung. Das eigene Potential sowie die eigene innere Kraft und Stärke werden entdeckt. Wir begegnen uns selbst und Anderen. Ein wortloses “Berühren“ mit dem Gegenüber entwickelt sich.

 

Technische Bewegungsabläufe fördern die Beweglichkeit und Koordination und verbessern das Gleichgewicht. Sowohl die Körperwahrnehmung als auch Konzentration und Ausdauer werden gesteigert.

 

Der ganze Körper ist Bewegung – leicht und schnell. Es entstehen eine Durchlässigkeit im Körper und ein klares Fokussieren. Die Kampfkunst bringt uns aus unserer Komfortzone, um Neues zu entdecken und dieses zuzulassen. Das Training stärkt unser Selbstbewusstsein und -vertrauen und wirkt sowohl auf die Körperhaltung als auch auf die Ausdruckskraft, was sich wiederum in unseren Alltag überträgt.

Mögliche Themen:

  • ADHS/ADS
  • Autismus
  • Behinderungen
  • Chronische Schmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Persönliche Entwicklung und Entfaltung (Lebensfreude, Selbstbewusstsein, innere und äußere Präsenz)
  • Entwicklung von persönlichen Fähigkeiten (Körper- und Gefühlsausdruck, Kommunikationsfähigkeit)
  • In der eigenen vollen Kraft stehen
  • Sich selbst erkennen: Stärken und Schwächen
  • Unterstützung bei Stress, Angst und Überlastung, Lebenskrisen,
  • Entscheidungsfindung: Der richtige Zeitpunkt und warum es so wichtig ist ihn abzuwarten

Kommunikation in der Ergotherapie

NLP in der Ergotherapie ist ein Kommunikationsmodell mit Ansätzen aus der Psychologie, den Sprachwissenschaften und der Hypnose. Es ist eine der führenden Methoden, die entwickelt wurden, um respektvoll miteinander zu kommunizieren und Hilfestellungen für die persönliche Weiterentwicklung zu bieten.


Das NLP beruht auf der Annahme, dass komplizierte Vorgänge im Gehirn (=neuro) durch Sprache (=linguistic) unsere Verhaltensweisen ändern (=programming) können.


Es deutet also auf die starke Wechselbeziehung von Sprache und physischen Prozessen hin. Die Sprache beeinflusst erheblich unsere Wahrnehmung und damit das emotionale und mentale Erleben.

Mögliche Themen im NLP:

  • Lösungs- und zielorientiertes Denken
  • Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit
  • Erlernen und entwickeln von effektiven Handlungsstrategien
  • Erlernen von Konfliktlösungsfähigkeiten
  • Selbstsicherheit und Selbstwert stärken
  • Verbesserung von Motivation und Selbstorganisation
  • Steigerung der Kreativität und Lernfähigkeit

Körperarbeit in der Ergotherapie

Unser Gedächtnis ist voll von Erinnerungen an Bewegungen, Berührungen und Erfahrungen, die wir unser ganzes Leben mit uns tragen. Diese Erinnerungen bleiben in vielen Menschen stumm, wodurch der Zugang zu einer Quelle der Kreativität, der Heilung und der eigenen Spiritualität verwehrt wird.

Körperarbeit heißt, wirklich zu verstehen, wie wir geprägt sind. Unsere Körper sagen uns instinktiv, was richtig ist.

 

Das Ziel dabei ist, eine Achtsamkeit auf das innere körperliche Erleben zu erlangen, um aus einer nicht-wertenden inneren Beobachtungsposition Zeuge des momentanen Erlebens zu werden.

 

Körperarbeit an den Faszien und Bindegewebe

Die Körperarbeit setzt im Körper einen Aufrichtungsprozess in Gang. In erster Linie stehen nicht die Muskeln, sondern die Faszien im Fokus.
Faszien sind nichts anderes als Bindegewebe. Sie verbinden, stützen und umhüllen Knochen, Muskeln und Organe und ermöglichen das ganzheitliche, integrative und harmonische Zusammenspiel unseres Bewegungsapparates. Darum erfüllen die Faszien weit mehr als eine bloße Haltefunktion: sie sind das eigentliche Organ unserer Körperstruktur.

 

Entsprechend gravierend sind die Folgen, wenn – ausgelöst durch Fehlbelastungen, seelische Konflikte oder auch Unfälle und Krankheiten – das Netz der Faszien beeinträchtigt ist. Verkürzte, verdickte und verhärtete Faszien können ihre Funktion nicht mehr optimal ausführen.

Mögliche Folgen sind eingeschränkte Beweglichkeit, Schmerzen und Beeinträchtigungen des Wohlbefindens, die einen Menschen aus seiner inneren Mitte werfen können. Durch schonende, bewusste und sanfte manuelle Stimulation wird die Gleitfähigkeit, Elastizität und Geschmeidigkeit des Gewebes wieder hergestellt, indem sie Verklebungen und Verhärtungen löst und Spannungen abbaut.

 Mögliche Themen in der Körperarbeit:

  • Chronische Wirbelsäulenbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Tinnitus
  • Sinusitis
  • Entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems
  • Schleudertrauma
  • Erschöpfungszustände
  • Wechseljahres- und Menstruationsbeschwerden
  • Hyperaktivität
  • Konzentrationsstörungen

Die somato-emotionale Körperarbeit

Die somato-emotionale Körperarbeit nutzt die Tatsache, dass unser Körper ein Zell- und Gewebegedächtnis besitzt. Buchstäblich in jeder einzelnen Körperzelle ist Erlebtes gespeichert. Von dieser gigantischen Datenbank, die unsere Persönlichkeit prägt, bekommen wir bewusst wenig mit.

Im Zellgedächtnis existieren diese Erlebnisse als Spannungspunkte, die unsere Emotionen, Affekte und somit unser gesamtes Gefühlsleben beeinflussen.

 

Damit hat die Ebene der "Gewebeerinnerungen" großen Einfluss auf unser bewusstes zugängliches Denken, Fühlen und Handeln.

 

Die somato-emotionale Körperarbeit verhilft die eben erwähnten Spannungspunkte im Gewebe aufzulösen und daran gebundene Emotionen und Erinnerungen zurück in den Fluss des Lebens einzugliedern. Diese gelöste Energie steht dann wieder als Lebensenergie zur Verfügung und bindet nicht länger Ressourcen.

 Mögliche Themen in der somato-emotionalen Körperarbeit:

  • Traumata und Verwundungen
  • Burnout Syndrom
  • Migräne
  • Chronische Schmerzzustände
  • Depressionen
  • Ängste und Phobien
  • Zwanghafte Gedanken
  • Psychosomatische Beschwerden

Meditation

Meditation kommt von dem lateinischen Wort meditatio, das übersetzt gegenstandsfreie Anschauung bedeutet.

 

Es gibt zwei Grundformen der Meditation:
Die erste Form ist die offene Bewusstseinsmeditation. Sie beinhaltet, dass der Verstand und das Denken zur Ruhe kommen; "gedankenleer" zu werden und ganz im gegenwärtigen Augenblick, im Moment des "Seins" aufzugehen.

 

Die zweite Form ist die fokussierte Aufmerksamkeitsmeditation. Diese Meditation beinhaltet, das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Objekt zu lenken und dem inneren Drang, viele Eindrücke gleichzeitig aufnehmen zu wollen, zu widerstehen und wirklich nur bei einem Einzigen zu bleiben.

 

Auswirkungen der Meditation:
In der Meditation wird alles als zusammenhängend und als ein "großes Ganzes" erfahren. Das kann zu befreiender "Gedankenleere" und Gelassenheit führen. Durch die Erfahrung der eigenen geistigen Einheit entsteht ein starkes Gefühl der eigenen inneren Präsenz. Weitere Effekte der Meditation sind die Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit, innere Ruhe und Gelassenheit, Klarheit, Glücksgefühle und innere Zufriedenheit.

 Mögliche Themen für Meditation:

  • Chronische Stressbelastung
  • Verringerung von Angstzuständen, Aggressionen und Erschöpfung
  • Schlafstörungen, Depressionen, Süchte
  • Magen-/Darmbeschwerden, Immunschwäche, Neurosen,
  • Herz-/Kreislauferkrankungen, Konzentrationsschwierigkeiten
  • ADHS

 

Wir bieten die zweite Form der Meditation an:

die fokussierte Aufmerksamkeitsmeditation über eine Reise nach innen, Biophila-Meditation und Geh-Meditation.