CranioSacral Therapie bei Craniomandibuläre Dysfunktion

"Die Zähne zusammenbeißen", "sich durchbeißen" - die Alltagssprache verrät es: Unser Kauapparat dient nicht nur der Nahrungsaufnahme. Auch eine Vielzahl psychischer Prozesse wird durch Spannungen in die Kaumuskulatur und die Kiefergelenke abgeleitet. Der Mensch hat eine maximale Beißkraft von bis zu 800 N/cm² – zum Vergleich: ein Wolf muss sich mit einem Viertel weniger begnügen! Diese ungeheuren Kräfte können die vergleichsweise kleinen Strukturen im Bereich der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur erheblich belasten. Als Craniomandibuläre Dysfunktion oder CMD werden alle anatomischen oder funktionellen Erkrankungen und Dysregulationen in diesem Bereich bezeichnet.

Schmerzen, Funktionseinschränkungen und –ausfälle sind die Folgen. Das Tückische: Nicht immer schmerzen ausschließlich der Kaumuskulatur oder Kiefergelenke. Auch eine Vielzahl anderer Symptome können auftreten, teilweise in anderen Körperregionen oder Funktionsbereichen wie etwa dem Gleichgewichtssystem. Neben hervorstechenden Symptomen wie eine eingeschränkte oder von Knackgeräuschen begleitete Beweglichkeit, Schmerzen (häufig von einem Schmerzherd ausstrahlend) in Zähnen, Mund, Gesicht oder Kopf oder Bissveränderungen können auch ganz andere Beschwerden auftreten wie etwa Schulter- oder Rückenschmerzen, Schluckbeschwerden (Dysphagie), Schwindel oder Tinnitus.

Das Therapiekonzept umfasst aktive und passive Behandlungstechniken, die auch die Anleitung zu eigenständigem Üben mit einschließen, um die Beschwerden nachhaltig zu verbessern.