Babymassage

Eine der ältesten Formen der manualen Therapie, die unsere Zivilisation kennt, ist die Massage von Säuglingen. Babymassage ist in verschiedenen Kulturen der Welt unabhängig voneinander entwickelt worden und weist bemerkenswerte Übereinstimmungen auf. Auch in unserem Kulturkreis ist die Babymassage eine wertvolle Methode, um über zärtliches und einfühlsames Berühren und Massieren dem Kind Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Liebe zu schenken.

Durch die Babymassage werden die psychomotorische Entwicklung, kognitive Prozesse und – ebenso wichtig – die Eltern-Kind-Bindung gefördert und gestärkt.
Dabei ist die Babymassage keineswegs eine Form der Einweg-Kommunikation. Auch Ihr Kind drückt sich während der zarten, stimulierenden Berührungen körperlich aus und wird offener für Ihre Signale.

Mütter und Väter bauen so eine tragfähige Beziehung zu ihren Kindern auf und stärken deren Urvertrauen, das für die Herausbildung einer stabilen und liebesfähigen Persönlichkeit benötigt wird. Babymassage kann in Rituale eingebunden werden oder selbst zu einem wichtigen Ritual werden.

Untersuchungen der Kognitionsforschung belegen die positive Wirkung der Babymassage, die sich in einer verbesserten psychomotorischen Entwicklung äußert: Massierte Baby lernen schneller, sind in ihrer motorischen Entwicklung voraus, schlafen besser, schreien weniger (durch eine verbesserte Verdauung entwickeln sie weniger Koliken) und werden seltener krank. Die Ursachen werden in einer Veränderung des Hirnstoffwechsels in einer für die Hirnreifung entscheidenden Phase vermutet. Die Babymassage zählt damit zu den effektivsten Verfahren der Frühförderung von Kindern.